Ameisen erfüllen eine sehr wichtige Funktion bei der Verbreitung von Samen oder Früchten.
Samen von ca. 180 einheimischen Pflanzenarten werden durch sie verschleppt und verbreitet. Diese Pflanzen bilden an ihren Samen und Früchten helle weiche Gewebeanhängsel. Diese Ölkörper sind reich an Zucker, Fetten, Eiweißen und Vitaminen, außerdem enthalten sie verschiedene Lockstoffe.
Ameisen suchen solche Samen und Früchte mit fleischigem Futtergewebe und verschleppen sie über weite Wege. auch wenn Ameisen die Anhängseel abgenagt und dabei die Samenschale häufig angeritzt haben, bleibt der Samen keimfähig.
Die Verletzung der Samenschale fördert vielmehr die Wasseraufnahme, das Korn quillt und beginnt schneller zu keimen.
Leberblümchen, Buschwindröschen, Lerchensporn, Haselwurz, Ginster, Wicke, Buchsbaumgewächse, Veilchen, Vergißmeinnicht, viele Disteln, Schnee- und Maiglöckchen und viele andere Samen werden von den Ameisen „gesät“.
Durch die Pflanzenverbreitung nehmen die Ameisen eine wichtige Bedeutung im Waldökosystem ein.
Da die Ameisen über 180 einheimische Waldpflanzenarten verbreiten, also säen, können sie auch ernten. Sie fressen die Anhängsel an den Samen gerne, die "fleischigen Futtergewebe"